Mit dem Haushaltsjahr 2012 wurde in Kirchheim unter Teck erstmalig  seit 17 Jahren der Hebesatz der Gewerbesteuer von 360 auf 370 Punkte erhöht. Ein entsprechender Mehrheitsbeschluss wurde in der Dezembersitzung gefasst. Nach Ansicht der Frauenliste war die Zeit dazu mehr als reif.

Die Möglichkeit einer Kommune eigene Steuern einzunehmen ist äußerst begrenzt:
Gewerbesteuer, Grundsteuer A und B, Vergnügungssteuer, Hundesteuer. Während  sämtliche Steuern in den letzen Jahren regelmäßig erhöht wurden, blockierte eine Mehrheit von CDU, FWV und FDP die Erhöhung der Gewerbesteuer über Jahre.  Für die Frauenliste ist es eine Frage der Solidarität, dass  in unsere Stadt alle Bürger und Bürgerinnen mit anpacken, um die zahllosen Aufgaben im Bereich von Schulen, Betreuung, Kindergärten, Sozialem, Straßen, Infrastruktur und vieles mehr weiterhin finanziell zu schultern. Hierzu ist auch eine geringfügige Erhöhung der Gewerbesteuer, die den einzelnen Gewerbetreibenden wenig  belastet, der  Stadt aber Steuereinnahmen von  jährlich 300 000.-€ und mehr einbringt, vertretbar. Mit dem zukünftigen Hebesatz von 370 Punkten liegt Kirchheim unter Teck immer noch in der unteren Hälfte vergleichbarer Kommunen.

Dr. Silvia Oberhauser, aus Reihen der FWV und FDP damit konfrontiert, dass sie als Freiberuflerin ja keine Gewerbesteuer zahlen müsse, meinte: „ Diese Entscheidung habe nicht ich zu verantworten. Ich hätte aber gerade mit dieser Steuer  in der Tat wenig Probleme, fließt sie doch direkt und unmittelbar in die Bedürfnisse  unserer Stadt. Wir können damit ihre Verwendung  mitgestalten, im Gegensatz zu den Steuern die wir an Bund und Land entrichten.“

Dr. Silvia Oberhauser, 22.3. 2014