Christiane Heinze

Vor fast 30 Jahren kam ich aus Hessen nach Kirchheim unter Teck und fühle mich mittlerweile sehr „verwurzelt“ in dieser Stadt. Ich genieße die hohe Lebensqualität: Wochenmarkt, Stadtbücherei, Arbeitsstelle, Geschäfte, Cafes, Lieblingsrestaurants, Kino,  Yogakurs, Bastion und Events (Musiknacht, Rollschuhplatzfestival, Stadtfest ....) – alles ist mit dem Fahrrad leicht erreichbar und gleichzeitig  ist die Schwäbische Alb so nah und bietet Erholung pur. Das ist wunderbar!

Ich liebe auch das „kurze Schwätzchen“ in der Kirchheimer FuZo, die spontane Verabredung zu einem Kaffee – in Kirchheim läuft man /frau sich über den Weg, tauscht sich aus über aktuelle Themen – auch die der Kommunalpolitik.

 

Der „weibliche Blick“ auf das Tagesgeschehen, die Auseinandersetzung mit der spezifischen Lebenssituation von Frauen begleitet mein Leben seit  ich mich politisch engagiere. In Kirchheim war ich bereits 1988 in der ersten Kirchheimer Frauengruppe aktiv (Aktionen zum § 218 und für die Einstellung einer Frauenbeauftragten, Durchführung von Kirchheimer Frauenwochen mit einem vielfältigen Programm....). Ich bin Mitbegründerin des noch heute aktiv arbeitenden Kirchheimer Pädagoginnentreff  - ein Netzwerk aus Sozialpädagoginnen, die sich regelmäßig treffen, sich mit Frauen- und Mädchenpolitischen Aspekten ihrer Arbeit auseinandersetzen und Angebote entwickeln (z.B. Mädchentag, Frauenlesennacht....).

 

Seit über 20 Jahren arbeite ich in der Jugend- und Drogenberatung und Suchtprävention des Landkreises Esslingen.  Mein Ziel ist es Jugendliche und Erwachsene zu ermutigen, ihre Bedürfnisse wahrzunehmen und einen genussvollen (verantwortungsvollen) Umgang mit Suchtmitteln zu leben.

Die Frauenliste unterstütze ich aktiv: ein ausgewogenes Verhältnis von Frauen und Männern in politischen Entscheidungsprozessen ist für mich Grundbedingung einer demokratischen Gesellschaft. Insbesondere von kommunalpolitischen Entscheidungen sind Frauen aufgrund der vorherrschenden geschlechtsspezifischen Arbeitsteilung besonders betroffen. Eine stärkere Mitwirkung von Frauen im Gemeinderat ermöglicht, dass die Auswirkungen kommunaler Entscheidungen auf die Lebenssituation von Frauen benannt werden und dass weibliche Lebensrealität und Erfahrungen in alle Entscheidungen einfließen.

 

In Kirchheim sind von 36 Gemeinderäten 7 weiblich – dies lässt sich nur ändern, wenn Frauen gewählt werden und zwar auf einer eigenen Liste!